Die „Dichterstätte Sarah Kirsch“ in Limlingerode

Sarah Kirsch wurde 1935 im Obergeschoss eines schönen Fachwerkhauses in Limlingerode geboren.

Limlingerode ist ein kleiner Ort mit knapp 300 Einwohnern und liegt im Norden Thüringens. (Seit 1996 gehört Limlingerode zur Gemeine Hohenstein.) Das Geburtshaus, 1935 das Pfarrhaus des Ortes, befindet sich in der Langen Reihe 11 und ist auch ohne ein Gerät aus einem GPS Tracker Test ganz leicht zu finden.

1997 wurde in Limlingerode der Förderverein „Dichterstätte Sarah Kirsch e.V.“ gegründet. Ausschlagebend für die Gründung war ein reger Briefwechsel zwischen Heidelore Kneffel, der heutigen stellvertredenden Leiterin des Vereins, und Sarah Kirsch. Heidelore Kneffel, damals Pressesprecherin beim Landratsamt Nordhausen, schrieb 1996 einen Brief an Sarah Kirsch ob sie in einer Chronik für den Landkreis Nordhausen etwas über sie schreiben dürfe. In der Folgezeit entwickelte sich ein Briefwechsel. Irgendwann fragte Heidelore Kneffel ob sie nich für eine Lesung nach Limlingerode kommen wolle und Sarah Kirsch deutete Interesse an, ihr Geburtshaus noch einmal von innen zu sehen.

Als Ziel setzte sich der Verein:

„der Literatur, besonders dem Werk von Sarah Kirsch, eine Heimstätte … zu geben“ (Heidelore Kneffel. Limlingeröder Reihe, Juni 1999. Heft 1.)

Vom Förderverein „Dichterstätte Sarah Kirsch e.V.“ wurde das Geburtshaus umfassend sanierte und in eine einen Ort für Kulturveranstaltungen umfunktionierte. Seit 1997 befindet sich das Fachwerkhaus unter Denkmalschutz und die Sanierung wurde durch Spendengelder finanziert.

Bei der Eröffnung im Jahre 2002 durch den damaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel war auch die Lyrikerin selbst anwesend.

Neben dem Veranstaltungsraum im Erdgeschoss gibt es im Obergeschoss auch eine Forschungsbibliothek und zwei Wohnungen. Außerdem verfügt die Dichterstätte über einen kleinen Hof mit einem „Brunnen vor dem Hause“ und einen kleinen Garten.

Darüberhinaus ist der Förderverein auch für den „Grünen Junipfad“ verantwortlich. Dabei handelt es sich um einen symbolischen Weg, der eingeführt wurde, als Sarah Kirsch 1997 ihren Heimatort besuchte.

Jeden Sommer werden vom Förderverein die sogenannten „Limlingeröder Diskurse“ veranstaltet. Dabei wird ein Thema vorgegeben und führt so Künstler, Wissenschaftler und Besucher zusammen.

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