Über Sarah Kirsch

Bundesarchiv, Bild 183-R0531-0325 / Stark (geb. Katscherowski), Vera / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
Bundesarchiv, Bild 183-R0531-0325 / Stark (geb. Katscherowski), Vera / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons
Sarah Kirsch war eine der bedeutensten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

Bekannt wurde sie durch ihre charakteristisch offene Lyrik. In ihren Texten widmete sie sich häufig detailierten Naturbetrachtungen, ihrem Gefühlsleben, aber auch politischen Themen. In den frühen Tagen ihres Schaffens waren die meisten ihrer Gedichte von der Verarbeitung des Krieges geprägt. Später widmete sie sich vermehrt der Natur. Von der Welt wurde sie deswegen die Erneuerin des Naturgedichts genannt.

Leider ist Sarah Kirsch am † 5. Mai 2013 in Heide gestorben. Dennoch leben ihre Gedichte in den Herzen vieler Menschen weiter.

Sarah Kirsch wurde am 16. April 1935 mit dem vollständigen Namen Ingrid Hella Irmelinde Bernstein in Limlingerode bewohnt. Der kleine Ort Limlingerode liegt am Thüringer Südharz. Ihr Geburtshaus, dass Pfarrhaus in Limlingerode, ist heutzutage ein beliebtes Ausflugsziel und als Dichterstätte Sarah Kirsch bekannt.

Ihre Jugend verbrachte sie mit ihrer Famile in Halberstand. Halberstand wurde 1945 verheerend bombardiert, was Sarah Kirsch als kleines Kind mitdurchleben musste.

Sie machte Abitur und begann danach eine Forstarbeiterlehre, die sie allerdings sehr bald wieder abbrach. Stadtdessen studierte sie Biologie in Halle und schloss ihr Studium 1958 als Diplombiologin ab. Während dieser Zeit lernte sie auch in einer Arbeitsgemeinschaft junger Autoren ihren späteren Mann, den Lyriker Rainer Kirsch, kennen.

Ungefähr im Jahr 1960 begann sie unter dem Vornamen Pseudonym „Sarah“ Lyrik in Magazinen zu publizieren.

1963 dann begann sie ein Literturstudium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. Dort beeindruckte sie vor allem das Seminar von Georg Maurer.

Ihre erste größere Publikation sind die Gedichte „Schöner Morgen“ und „Hierzulande“, die während ihres Literaturstudiums in „Auftakt 63, Gedichte mit Publikum“ erschienen sind. Darin sind Texten von 29 Autoren zusammen mit Fotos zusammengefasst.

1965 veröffentlichte sie dann gemeinsam mit ihrem Mann, Rainer Kirsch, den Lyrikband „Gespräch mit dem Saurier“ im Verlag Neues Leben, Berlin. In der Folge erhält das Ehepaar die Erich-Weinert-Medaille der Stadt Halle.

Ihr erster eigenständiger Lyrikband erschien 1967 unter dem Titel „Landaufenthalt“ im Aufbau-Verlag.

1968 kam es dann zur Scheidung von Rainer Kirsch.

1969 wird ihr Sohn, Moritz geboren. Der Vater ist der Lyriker Karl Mickel mit dem sie eine kurse Beziehung hatte. Zu dieser Zeit kann Sarah Kirsch nicht von ihrer Lyrik alleine leben, sondern ist auch als Journalistin, Radiomitarbeiterin und Übersetzerin tätig.

In den folgenden Jahren publizierte Sarah Kirsch eine Vielzahl bedeutender Lyrikbände und Gedichte, für die sie mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Einen tollen Überblick über ihr Werk bietet das Buch „Sämtliche Gedichte“ von Sarah Kirsch.

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